Aufgepasst: Kompatibilität von Schnellwechselsystemen

Der Arca-Swiss-Standard bezeichnet ein bestimmtes Schnellwechselsystem, bestehend aus Kameraplatten, L-Winkeln, Schnellwechselklemmen und Einstellschienen. Eigentlich stellt man sich ja vor, dass ein Standard – ja nun – eben ein Standard ist. Dass der Arca-Swiss-Standard von den einzelnen Herstellern unterschiedlich interpretiert wird, musste ich vor einiger Zeit selbst feststellen.

Die Schnellwechselplatte PZ-123 von Kirk (für Nikon D700/D300 + MB-D10) passt nicht in die Novoflex Makroschiene Castel-Q. Man müsste die Kameraplatte unten abfräsen, sie ist definitiv zu hoch für die Novoflex Makroschiene. Dagegen klappt das Zusammenspiel der PG-50 von Markins mit der Novoflex Makroschiene perfekt. Hinzu kommt, dass die Markins-Platte wesentlich dünner, unauffälliger und weniger klobig ist als ihr Gegenstück von Kirk.

Ich habe den Eindruck, dass sich weder Novoflex noch Kirk an die Arca-Swiss-Spezifikation gehalten haben. Im Nikon Fotografie-Forum ist darüber hinaus nachzulesen, dass auch Arca selbst die Abmessungen im Laufe der Zeit ein wenig verändert hat. Alles zum Wohle der Kunden, natürlich… Hundertprozentige Kompatibilität erhält man nur, wenn man nur Komponenten eines einzigen Herstellers benutzt.

Beide Platten, also die PZ-12 von Kirk, als auch die PG-50 von Markins können z.B. über den PhotoProShop bezogen werden. Weitere Schnellwechselsysteme anderer Hersteller sind auch im “Augenblicke eingefangen-Shop” zu  haben.

Eine sehr gute Übersicht über die Kompatibilität verschiedener Wechselsyteme zueinander findet man unter folgender Adresse –> Klick!

Habt Ihr auch schon Eure Erfahrungen mit diversen Schnellwechselsystemen gemacht? Positiv oder Negativ – schreibt Sie mir in einen Kommentar! Danke icon smile Aufgepasst: Kompatibilität von Schnellwechselsystemen Thomas Zilch Fotografie

Kleine Wunder

1032  579x386 20110604 133714 Kleine Wunder Thomas Zilch Fotografie Wenn man als Fotograf über die Wiese läuft, sollte man den Blick nach unten richten. Dann entdeckt man kleine Wunder, wie z.B. das Orangerote Habichtskraut. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und ist auf Magerrasen und Weiden anzutreffen.

Im Bild sieht man die gerade aufblühende Pflanze: Einige Blütenblätter sind schon entfaltet, ebenso wie einige der Narben – das sind die gelben Stiele mit den doppelt gekringelten Enden.

Auch dieses Bild machte ich wieder mit der Kombination aus AF-S Micro-Nikor 105/2.8 VR* und dem Nikon Telekonverter TC 17E II*. Ein Stativ, ein Fernauslöser und eine Novoflex Makroschiene waren weitere Hilfsmittel.

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Zu viel Geraffel?

Wenn ich zu einer Fototour aufbreche, packe ich meinen Rucksack. In Erwartung der geplanten Motive kommt dann alles hinein, von dem ich glaube, dass ich es brauche. Meine Fototouren gehen meist in die Landschaft in einem Radius von etwa 50 Kilometern um meinen Wohnort. Als Transportmittel bis zum Ausgangspunkt der Fototour benutze ich entweder Auto, Bahn oder Fahrrad.

Dann bin ich unterwegs und mache Bilder. Manchmal halte ich mich mehrere Stunden an einer Stelle auf, um auf gutes Licht, Wolken oder andere Motive oder Bedingungen zu warten, manchmal wandere ich auch mehrere Kilometer und mache Bilder von Dingen am Wegesrand.

1025  579x386 20110814 133230 Zu viel Geraffel? Thomas Zilch Fotografie

Immer habe ich den Rucksack auf dem Rücken und die D700 um den Hals. Das Stativ trage ich entweder in der Hand und muss es ablegen, wenn ich ein Bild machen möchte, oder es ist auf den Rucksack geschnallt.

Zurück von der Fototour ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich mich frage, welche meiner vorher so sorgfältig zusammengestellten Ausrüstungsgegenstände ich eigentlich benutzt habe und welche ich überflüssigerweise spazierengetragen habe. Meist finde ich dann heraus, dass ich das Blitzgerät, das Nikkor 80-200/2.8 und die eine oder andere Festbrennweite kein einziges Mal aus dem Rucksack genommen habe. Darüber hinaus fristen noch weitere Ausrüstungsteile ein Schattendasein in meinem Rucksack: Diverse Kabel, ein Kartenleser, Tüten als Regenschutz und zum drauflegen, das Cokin-Filteretui mit ein paar Filtern und Adpterringen für jedes meiner Objektive, den zugehörigen Filterhalter, eine Taschenlampe, Schreibzeug…

Ich will nun nicht behaupten, dass diese Dinge nichts taugen oder dass es für sie keine Verwendung gibt, nur ich benutze sie auf 95% meiner Fototouren einfach nicht.

Der Artikel soll kein weiteres Plädoyer für Minimalismus bei der Wahl der Fotoausrüstung sein, davon gibt es schon genügend. Ich liebe meine D700, sie ist gross und schwer und aber sie unterstützt mich dabei, gute Bilder zu machen. Ich liebe auch meine lichtstarken Nikon-Objektive, weil sie eine hervorragende Abbildungsqualität haben und ich mit weit geöffneter Blende Motive sehr schön freistellen kann. Und ich liebe den einen oder anderen raffinierten Ausrüstungsgegenstand, der mir in speziellen Situationen die Arbeit erleichtert oder manchmal erst ermöglicht, wie z.B Zwischenringe, Bohnensack oder einen Pflanzenhalter. Aber ich benötige nicht alles auf einmal während einer einzigen Fototour!

Was tun, habe ich mich gefragt.

Für meine spezielle Situation habe ich drei Grundannahmen getroffen:

  • Es ist für mich als Hobbyfotograf nicht ganz so schlimm, wenn ich mal ein Bild mangels passender Ausrüstung nicht so machen kann, wie es das Motiv eigentlich erfordern würde.
  • Es macht mir Spaß unterwegs zu sein, und einige Kilometer zu Fuss zurückzulegen. Ich bin allerdings kein Packesel.
  • Meine bevorzugten Motive auf Fototouren sind Naturaufnahmen, Landschaftsaufnahmen und Nahaufnahmen. Ausgesprochene Makros mit Abbildungsmasstäben um 1:1 und Teleaufnahmen machte ich bisher auf normalen Fototouren eher selten.

Nach einigem Überlegen enthält der Rucksack nun als dauerhafte Grundausstattung noch folgende Teile, wenn ich zu einer Tagestour aufbreche:

D700 mit 24-70/2.8, Micro-Nikkor 105/2.8, AiS Nikkor 20/3.5, Fernauslöser, 2 Cokin Grauverlaufsfilter und Filterhalter, eine Ersatzspeicherkarte. Da ich an der D700 einen MB-D10 Batteriegriff angebaut habe, benötige ich keinen Ersatzakku für die Kamera. Aussen am Rucksack hängt noch das Stativ. Fertig.

Der Rucksack, ein Lowepro Flipside 400, ist nun wesentlich leichter. Ich benutze die Ausrüstungsgegenstände, die für allgemeine Eintagestouren sinnvoll und notwendig sind, muss nicht mehr im Rucksack wühlen, und an den Bildern konnte ich bisher keinen Unterschied, keine Verschlechterung bemerken.

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Wie macht Ihr das mit Eurer Ausrüstung? Schleppt Ihr auf Verdacht alles mit, oder legt Ihr Euch vorher die Dinge zurecht, die Ihr braucht? Wie sieht der Inhalt Eures Fotorucksacks bzw. Eurer Fototasche aus?

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