06
20
2010
Jetzt ist er wieder an allen Feldrändern zu sehen – der leuchted rote Klatschmohn.
Das folgende Bild habe ich mit der Nikon D300 und einem Nikkor 18-70/3.5-4.5 bei 44mm Brennweite aufgenommen. Die roten Blüten wirken bei Sonnenschein auf Fotos ein wenig unnatürlich grell, deshalb habe ich an das Bild noch Hand angelegt. Diese Nachbearbeitung möchte ich im folgenden kurz beschreiben.
[Bild nicht gefunden]
- Beschnitt leicht verändert, so dass die Blüte etwas weiter oben sitzt.
- In Photoshop die Blüte und den Stängel maskiert, die Maske etwas vergrößert, weiche Kante gewählt und dann die Maskierung umgekehrt und den Hintergrund mit dem “Tiefenschärfe abmildern”-Filter unschärfer gemacht.
- Die Maskierung wieder umgekehrt und die Maske am Stängel gelöscht, so dass nur noch die Blüte maskiert ist. Nun die Sättigung der Blüte um 10% reduziert und die Helligkeit um ca. 5 % angehoben.
- Per Abwedeln dem Wassertropfen rechts an der Blüte einen kleinen Akzent verpasst.
- In Lightroom das Bildrauschen (Luminanz) entfernt.
03
08
2010
Wenn ich keine Lust habe, mit der Kamera rauszugehen, nehme ich mir gerne mal Alltagsdinge vor, und versuche, sie aus ungewohnter Perspektive oder in neuem Licht zu fotografieren. Diesmal war die Orchidee dran:
Die Bilder sind mit der Nikon D300 entstanden, als Objektiv habe ich das AiS Micro-Nikkor 105/2,8 mit den Zwischenringen PK-12 und PK-13 eingesetzt. Die Szene wurde von einem 500 Watt Baustrahler beleuchtet, vor den ich einen weißen Diffusor gehängt habe.
Das erste Bild wurde mit 1/2 s bei Blende 8 fotografiert. Die übrigen Bilder sind mit Verschlußzeiten zwischen 1/80 und 1/400 s bei Blende 2,8 entstanden. Dass Stativ, Fernauslöser und Spiegelvorauslösung verwendet wurden, dürfte klar sein
Durch die Verwendung der Offenblende wurden die Kanten der Blütenblätter und die farbigen Strukturen der Blätter schön isoliert und freigestellt.
Die Bilder habe ich in RAW fotografiert und in Adobe Lightroom entwickelt: Im Wesentlichen ein geringfügiger Beschnitt sowie eine leichte Anhebung des Kontrastes, der Sättigung und der Bildhelligkeit. Zum Schluss wurde noch nachgeschärft. Fertig.
08
14
2009
Stefan Kohrs berichtet in seinem Blog Shockmotion über ein unendlich großes Foto, das aus hunderten von Einzelbildern besteht. Diese können von allen Fotografen der Welt eingesandt werden, das große Bild zeigt die Welt damit aus deren Sicht.
Hier gehts direkt zum unendlichen Bild: Klick!
12
13
2008
Nein, damit sind jetzt keine anzüglichen Bilder gemeint…
Wenn man Bilder der großen Fotografen, wie Ansel Adams* oder Art Wolfe ansieht, wundert man sich manchmal über die perfekte Schärfe. Wir Amateurfotografen wundern uns, aber der Profi weiß, dass exzellente Schärfe durch angemessen hohen Aufwand durchaus planmäßig erzielt werden kann. Der Amateurfotograf scheut diesen aber oft…
Ich habe mal meine eigenen Erfahrungen aufgeschrieben, noch ein wenig recherchiert und eine Liste von Tipps zusammengestellt, wie man scharfe Bilder bekommt:
- Benutzen Sie ein Stativ. Nicht nur Nachts, sondern auch am Tag und sogar bei kurzen Brennweiten sorgt ein stabiles Stativ für schärfere Bilder.
- Benutzen Sie ein Stativ
- Benutzen Sie ein Stativ – kein Witz, dieser Tipp ist der wichtigste
- Benutzen Sie einen Fernauslöser. Was nutzt das beste Stativ, wenn die Kamera durch das Betätigen des Auslösers doch wieder bewegt wird. Als Alternative zum Fernauslöser kann auch der Selbst- oder Zeitauslöser verwendet werden, sofern das Motiv das zulässt.
- Die meisten Objektive zeigen die beste Schärfeleistung, wenn sie um eine oder zwei Stufen abgeblendet sind. Wenn Ihr Objektiv eine Lichtstärke von 2.8 besitzt, blenden Sie es auf Blende 4 oder 5.6 ab, sofern die anderen Parameter (z.B. Tiefenschärfe) es zulassen.
- Benutzen Sie die Spiegelvorauslösung, falls Ihre Kamera diese Funktion besitzt. Durch das Hochklappen des Spiegels im Zeitpunkt der Auslösung können bei langsamen Verschlußzeiten im Bereich von 1/30 – 1/2 s Schwingungen entstehen, die eine Verwacklung des Bildes bewirken. Durch die Spiegelvorauslösung klappt beim ersten Auslösen der Spiegel hoch, erst beim zweiten Betätigen des Auslösers, nachdem die Schwingungen der Spiegelbewegung abgeklungen sind, wird der Verschluß betätigt.
- Falls Ihr Objektiv einen Bildstabilisator (VR bei Nikon, IS bei Canon) besitzt, deaktivieren Sie diesen, wenn die Kamera auf ein Stativ moniert ist.
- Stellen Sie die niedrigst mögliche Empfindlichkeit (ISO-Wert) ein. Dadurch wird das Rauschen im Bild minimiert, was auch zu mehr Schärfe beiträgt.
Zugegeben, das ist viel Aufwand, “nur” um scharfe Bilder zu bekommen. Das geht schon damit los, dass man immer ein stabiles Stativ dabeihaben sollte. Und stabile Stative sind meistens schwer…
Aber es lohnt sich!
Probieren Sie es aus!
* Anmerkung: Der Vergleich mit Ansel Adams hinkt ein wenig – zugegeben. Der Altmeister und Erfinder des Zonensystems benutzte Großformatkameras. Da deren Negative in der Größe von z.B. 8 x 10″ damit bei weitem nicht so stark vergrößert werden mussten, wie es beim heutigen Kleinbild- oder APS-C-Format der Fall ist, waren die Abzüge von vorneherein schärfer. Ein Stativ benutzte Ansel Adams aber trotzdem…
11
18
2008
Auf Grund des derzeit hohen Euro-Kurses im Vergleich zum US-Dollar ist es überlegenswert, Fotoartikel in Übersee, z.B. in den USA einzukaufen. Das Internet macht es möglich, überall in der Welt bequem einzukaufen. Nicht vergessen sollte man allerdings, dass nach Deutschland eingeführte Waren in aller Regel verzollt werden müssen.
Wie das bei Fotoartikeln funktioniert und wieviel man auf den Einkaufspreis draufschlagen muss, hat der User “Brummels” im Nikon-Fotografie-Forum veröffentlicht. Hier geht’s lang: http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=77431