Fotorucksack Lowepro Flipside 400

Auf der Suche nach einem geeigneten Fotorucksack habe ich hunderte von Forenbeiträgen gelesen, etliche Preise und Ausstattungsmerkmale verglichen und sogar einen Fehlkauf getätigt. Dann habe ich mich entschieden, und zwar für einen Lowepro Flipside 400 AW Fotorucksack Lowepro Flipside 400 Thomas Zilch Fotografie!

Der Rucksack war bei Amazon am günstigsten und so habe ich ihn dort bestellt und nach zwei Tagen geliefert bekommen.

1. Erster Eindruck

    Der Rucksack kommt in gewohnter Lowepro-Qualität daher: Kräftiges Material und saubere Verarbeitung.
    Durch die straffe Polsterung ist der Rucksack sehr formstabil und fällt nicht in sich zusammen, wie man es von anderen Herstellern kennt.
    Der Flipside 400 ist formschön (Geschmacksache…) und wirkt nicht “technisch”, man kann ihn ohne weiteres auch in der Stadt tragen, ohne aufzufallen. Trotz des großen Fassungsvermögens ist der Rucksack sehr kompakt.

    Der Rucksack besitzt ein Hauptfach und ein Zubehörfach. Das Hauptfach ist über die Rückseite, d.h. die am Rücken anliegende Seite des Rucksacks zugänglich. Das hat drei Vorteile:

  • Muss man den Rucksack auf schmutzigem Boden ablegen, um z.B. einen Objektivwechsel durchzuführen, so liegen die Gurte nicht im Dreck.
  • Hat man den Rucksack auf dem Rücken, so kann ihn niemand unbemerkt von hinten öffnen – ein Diebstahlschutz, der vor allem in Großstädten und in Menschenmengen von Vorteil sein könnte.
  • Bei angelegtem Hüftgurt kann man den Rucksack nach vorne auf den Bauch drehen, nach dem man aus den Schultergurten geschlüpft ist. Der Rucksack kann nun auf ein Bein abgestützt – geöffnet werden. Auch so kommt man an sein Zubehör, aber ohne den Rucksack abzunehmen. Man muss das einige Male üben, aber dann klappt es wirklich gut.

2. Das Tragesystem

    Das Tragesystem des Flipside 400 besteht aus Schulter- und Beckengurten. Die Gurte sind in weiten Bereichen verstellbar und sehr gut gepolstert. An den Schultergurten befindet sich ein Brustgurt, welcher ebenfalls verstellbar ist. Die Schnallen und Schnellverschlüsse sind von hoher Qualität und rasten sicher ein. Sowohl an den Schulter- als auch an den Beckengurten befinden sich Schlaufen, an denen weitere Taschen, wie z.B. Objektivköcher aus dem Lowepro S&F-Programm befestigt werden können.

    Die Gurte sind nicht abnehmbar.

3. Die Innenausstattung

    Die Innenausstattung des Hauptfachesbesteht aus straff gepolsterten Klett-Trennern in verschiedenen Größen, von denen auch genügend viele beiliegen. Interessant ist ein Polsterblock, der entnommen werden kann, und so den Platz für hoch gebaute DSLRs, wie Z.B. Nikon D3 oder D300 mit Batteriegriff freigibt. In eingebautem Zustand sorgt der Polsterblock für einen sicheren Sitz von normalgroßen DSLRs.

    Auf der Innenseite des Hauptfachdeckels befinden sich mehrere Fächer, u.a. für Speicherkarten. Hier kann ein wenig flaches Zubehör untergebracht werden.

    Das Vorderfach bietet dagegen mehr Platz für sperriges Zubehör oder auch eine Brotzeit und/oder eine dünne Fleece-Jacke.

4. Fassungsvermögen

    Das Fassungsvermögen bezeichne ich als absolut ausreichend für eine mittlere Fotoausrüstung. Das Schöne an dem Rucksack ist, dass auch noch andere Gegenstände, wie Brotzeit oder Kleidung Platz finden.

    Aussen an Rucksack befindet sich eine Stativhalterung. Hier kann ein Stativ, dessen Packmaß allerdings nicht zu groß sein sollte, sicher verstaut werden. Mein Manfrotto 055CLB mit großem Cullmann-Kugelkopf ist zu sperrig und zu schwer, um in dieser Halterung bequem transportiert werden zu können.

    An den Aussenseiten des Rucksacks befinden sich zwei Netztaschen, in die z.B. je eine 0,5 l – Flasche Wasser gesteckt werden kann.

    Oben auf dem Rucksack sind zwei verstellbare Schlaufen angebracht, an denen z.B. eine zusammengerollte Regenjacke befestigt werden kann. Macht man das, bleiben trotzdem alle Fächer des Rucksacks zugänglich.

5. Der Flipside 400 im Praxiseinsatz

    Der Rucksack ist voll beladen ohne weiteres bequem zu tragen. Auch auf Tagestouren, zuletzt im Schwarzwald, hatte ich keine Probleme damit. Wie es bei Rucksäcken eben so ist, gestaltet sich das Herausnehmen von Zubehör etwas unbequemer als bei Umhängetaschen. Aber durch die “Hüftgurt-Dreh-Funktion” (siehe Punkt 1) wird dieses Manko sehr gut ausgeglichen.

    Erwähnenswert ist noch die eingebaute Regenschutzhülle, die in einem eigenen Fach am Rucksackboden untergebracht ist und bei Bedarf schnell über den Rucksack gezogen werden kann.

6. Fazit

    Der Rucksack erfüllt meine Erwartungen zu 99%. Einziges Manko sind die nicht abnehmbaren Gurte: Bei geringer Beladung würde ich auch ohne Hüftgurt auskommen, und diesen dann gerne abnehmen können.
    Aber auch so halte ich den Rucksack für absolut empfehlenswert!

    Sie können den Rucksack direkt bei Amazon bestellen, in dem Sie auf einen der folgenden Links* klicken:

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2 Kommentare


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    16. August 2011
  • [...] den LoweproFlipside 400. Über diesen Rucksack habe ich vor einiger Zeit in meinem Blog schon einen Testbericht verfasst. Der Flipside ist mir aber manchmal zu klein, insbesondere, wenn ich noch Klamotten [...]

    2. Januar 2012

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