Erfahrungsbericht zur Makroschiene Novoflex Castel=Q
- am 23. September 2009
- von Thomas Zilch
- in Fototechnik, Kauftipps
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Vor einiger Zeit habe ich mir zur Abrundung meiner Fotoausrüstung eine Makroschiene (aka Einstellschiene) von Typ Novoflex CASTEL-Q *
zugelegt. Zugegeben, das Teil ist nicht ganz billig, aber im Vergleich zu anderen Einstellschienen, die ich mir vor der Kaufenscheidung angesehen hatte, ist die Castel=Q unvergleichlich stabil und präzise gearbeitet.
1.) Grundsätzlicher Aufbau
Die Makroschiene besteht aus zwei Teilen: Prismenschiene und Schlitten. Alle Teile, auch die Schrauben deren Knebel sind aus solidem Metall gefertigt und oberflächenbehandelt. Die Prismenschiene dient der Führung des Schlittens, sie besitzt an ihrer Unterseite eine Arca-Swiss-kompatible Schwalbenschwanz-Führung. Dadurch kann man die Makroschiene auf allen kompatiblen Schnellwechselplatten montieren.
Zusätzlich befinden sich an beiden Enden der Prismenschiene je ein 1/4″ – und 3/4″ – Gewinde. somit ist die Verwendung der Makroschiene auch ohne Schnellwechselplatte durch dierektes Aufschruben auf den Stativkopf möglich.
Der Schlitten kann über eine Vortriebsschraube bewegt werden. Die Bewegung erfolgt präzise und spielfrei über eine schrägverzahnte Zahnschiene. Sobald die gewünschte Einstellung erreicht ist, kann diese durch die Klemmschraube fixiert werden. Das Spiel kann über zwei Imbus-Madenschrauben an der Seite des Schlittens eingestellt werden. Ein passender Imbusschlüssel liegt bei.
Die Kamera wird über eine Arca-Swiss-kompatible Kupplung auf dem Schlitten befestigt und mit der Feststellschraube fixiert. Dies setzt natürlich eine entsprechende Kameraplatte voraus. An meiner Nikon D300 verwende ich eine passende Platte von Markins. Es gibt keine Sicherung gegen versehentliches Lösen der Feststellschraube und damit gegen Herausfallen der Kamera – also aufpassen!
2.) Einstellmöglichkeiten
Die Makroschiene kann – wie der Name schon sagt – für die Makrofotografie und für die Panoramafotografie verwendet werden.
In der Makrofotografie kann man mit Hilfe der Schiene die Schärfe präzise und sehr bequem einstellen. Die meisten Makroobjektive ändern beim Scharfstellen den Abbildungsmaßstab, das Scharfstellen per Makroschiene ist daher einfacher.
Ich gehe immer meistens so vor:
- Aufstellen des Stativs und Grobeinstellung mit Hilfe des Stativkopfs und der Justierung der Prismenschiene auf dem Stativkopf.
- Scharfstellen am Makroobjektiv
- Feinjustierung der Schärfe(-ebene) durch Einstellung des Schlittens
- ggf. Wiederholen des Ablaufs zum Verfeinern der Einstellungen
In der Panoramafotografie leistet die Makroschiene, nennen wir sie hier besser Einstellschiene, gute Dienste beim Einstellen des Nodalpunktes. Nur mit korrekt eingestelltem Nodalpunkt können optimale Panoramen erstellt werden, da sich dann beim Schwenken der Kamera Bildvorder- und Hintergrund nicht gegeneinander verschieben. Einfach mal Google bemühen, es gibt viele gute Anleitungen im Netz, wie der Nodalpunkt einzustellen ist.
Ich habe die Novoflex CASTEL-Q auch nicht immer dabei, aber bei Makros und Panoramen ist sie inzwischen unverzichtbar geworden. Empfehlenswert!
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Paddy
Die Schiene macht wirklich einen sehr guten Eindruck. Novoflex baut sowieso nur geiles Spielzeug. Leider hat dieses High-Tech-Zeug auch seinen Preis, der zwar berechtigt ist aber dennoch ein Loch in den Geldbeutel reisst. Mein Traum ist noch ein Novoflex Kugelkopf und der VR-Adapter
Thomas Zilch
Ja, das mit dem Preis stimmt schon. Tut manchmal richtig weh, bei Novoflex zuzulangen. Aber die Qualität spricht einfach für sich.