Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow (6)

Im vorletzten Teil unserer Serie wollen wir uns mit der Ausgabe bzw. dem Export von Bildern beschäftigen.

7. Fünfter Workflow-Schritt: Ausgabe/Export der Bilder

Wenn wir wieder den Vergleich mit der analogen Fotografie heranziehen, in der es Negative und Positive gibt, haben wir uns bisher in der Welt der Negative bewegt, da wir nur die RAW-Dateien bearbeitet haben. Möchten wir einen Bearbeitungsstand endgültig sichern, so empfiehlt es sich, eine Kopie des Originalbildes zu erstellen. Welche Möglichkeiten Lightroom hierzu bietet, sehen wir in diesem vorletzten Teil der Artikelserie.

workflow export Schritt für Schritt zum eigenen Foto Workflow (6) Thomas Zilch Fotografie

Der Dateityp der Kopie, die Abmessungen und die Auflösung hängen im wesentlichen vom späteren Verwendungszweck ab. Für die Veröffentlichung im Web verwende ich beispielsweise das jpeg-Format mit einer Auflösung von 72 dpi und einer Kantenlänge von 800  - 1000 Pixeln.

Diese Konvertierung wird in Lightroom mit der Export-Funktion erledigt. Diese erreichen wir im Bibliotheksmodul durch einen Klick auf die Schaltfläche “Exportieren…” am unteren Rand der linken Werkzeugpalette. Die Exportfunktion kann aber auch über die Menüleiste (Datei -> Exportieren…) oder über einen Rechtsklick auf ein Bild aufgerufen werden. Es öffnet sich dann ein Kontextmenü, welches ebenfalls den Befehl “Exportieren…” enthält.

Das Fenster der Exportfunktion ist dreigeteilt: Im Hauptbereich befinden sich einzelne Panels, in denen verschiedene Exportparameter eingestellt werden können. Links befinden sich zwei Felder: Das obere enthält die Exportvorgaben, die wir bereits abgespeichert haben, das untere bietet verschiedene Nachbearbeitungsfunktionen an. Dazu später mehr.

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Wir wollen uns zuerst der Reihe nach die Exportparameter ansehen:

Im ersten Panel können wir den Speicherort der Exportdatei(en) festlegen. Die einzelnen Einstellungen sind selbsterklärend. Interessant ist hier die lediglich Checkbox “Diesem Katalog hinzufügen”. Sie bewirkt, dass die exportierte Datei gleich wieder importiert wird, sie kann auch mit der Originaldatei gestapelt werden. Somit können RAW-Datei und die davon erstellten Kopien beieinander abgelegt werden.

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Das nächste Panel legt den Dateinamen der exportierten Datei fest. Hier können wieder genau wie beim Import, verschiedene Dateinamensprofile angelegt werden.

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Ich verwende für verschiedene Exportvorgaben (Druck, Web, …) verschiedene Dateinamen:

  • Original: 20091224-121315.dng
  • Druck: 20091224-121315-print.tif
  • Web: 20091224-121315-web.jpg

Panel Nummer drei ist für das Dateiformat, die Qualität und das zu verwendende Farbprofil zuständig. Je nach gewähltem Dateityp können wir verschiedene weitere Optionen auswählen. Im Bild sehen wir das Dateiformat jpg, dementsprechend wird die Qualitätsstufe und der Farbraum zu Auswahl angeboten. Bei Verwendung der Formate tif und psd kann zusätzlich noch die Bittiefe (8 bit oder 16 bit) angegeben werden. Das Bild kann auch als Original bzw. im dng-Format exportiert werden.

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Im nächsten Panel nehmen wir Einfluss auf die Größe des exportierten Bildes. Es können die Abmessungen und die Auflösung eingestellt und festgelegt werden, ob das Bild vergrößert werden soll, falls es im Original kleiner als die gewünschte Exportgröße ist.

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Weiter geht es mit der Schärfung des Bildes: Je nach späterem Verwendungszweck des Bildes bietet Panel fünf an, das Bild für die Ausgabe auf dem Bildschirm, auf mattem oder auf glänzendem Papier zu schärfen. Es stehen darüber hinaus drei verschiedene Stärken (Niedrig, Standard, Hoch) zur Verfügung. Das Schärfen findet richtigerweise erst nach der Größenänderung des Bildes statt. So werden Unschärfen ausgeglichen, die durch die Größenänderung verursacht wurden.

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Im vorletzten Panel können wir festlegen, ob alle Metadaten erhalten bleiben sollen oder ob das Bild nur Copyright-Informationen enthalten soll. in diesem Fall setzen wir ein Häkchen in der ersten Checkbox. Ebenso kann festgelegt werden, ob die Stichwörter einzeln oder als Hierarchie (siehe Teil 4 dieses Workshops) im exportierten Bild enthalten sein sollen und ob ein Copyright-Wasserzeichen in das Bild einkopiert werden soll. Speziell diese Option verwende ich nicht. Möchte ich ein Wasserzeichen, so verwende ich dazu das leistungsfähige PlugIn LR2/Mogrify. Dieses werde ich demnächst genauer vorstellen. Wer das nicht abwarten möchte, kann sich einstweilen auf der Homepage des Herstellers umsehen.

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Im letzten Panel können wir schließlich noch festlegen, was mit dem Bild nach dem Export geschehen soll. Es können diverse Anwendungen eingerichtet werden, an die das exportierte Bild zur weiteren Bearbeitung übergeben werden kann.

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Hat man nun in allen Panels die Einstellungen für einen bestimmten Verwendungszweck, z.B. die Ausgabe im Web, festgelegt, so können diese als Exportvorgabe unter einem eigenen Namen fest abgespeichert werden. Sie tauchen dann links oben im Feld “Vorgabe” unter “Benutzervorgaben” auf und können durch einen Klick aktiviert werden. Klickt man mit der rechten Maustaste auf eine Exportvorgabe, so öffnet sich ein Kontextmenü, in dem diese Vorgabe gelöscht, umbenannt und z.B. auch zur Übertragung auf einen anderen Rechner exportiert werden kann.

Im Feld darunter finden sich Nachbearbeitungsaktionen, im Beispielbild sehen wir drei, die durch PlugIns zur Verfügung gestellt werden: LR/Transporter, LR2/Mogrify und Metadata Wrangler. Diese PlugIns sind sehr empfehlenswert, da sie die Lightroomfunktionen massiv erweitern. Demnächst werde ich diese PlugIns genauer vorstellen.

Im letzten Teil unserer Serie folgt eine Zusammenfassung sowie einige abschließende Überlegungen zum Backup. Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachvollziehen des heutigen Artikels!

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