Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow (2)
- am 30. November 2009
- von Thomas Zilch
- in Bildbearbeitung
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Im zweiten Teil unserer Artikelserie “Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow” dreht sich alles um die benötigte Hard- und Software. Danach geht es mit einer Einführung in die einzelnen Schritte des Foto-Workflows weiter.
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2. Hardware und Software
Die Geräteausstattung des Fotografen besteht heute nicht mehr nur aus der Fotoausrüstung, sondern auch aus einer angemessenen Dunkelkammer in Form eines PC oder Apple-Computers. Ich selbst arbeite mit Apple-Computern. An Software für die Bildbearbeitung und –archivierung kommt derzeit ausschließlich Adobe Lightroom zum Einsatz. Lightroom bietet dem Fotografen nach meiner Meinung alle wesentlichen Funktionen, die zum Archivieren, zur Bearbeitung und zur Ausgabe (Export) von Bildern notwendig sind. Lediglich bei speziellen Themen wie z.B. der Entzerrung von Bildern oder der erweiterten Bildbearbeitung mit Ebenen ist noch andere Software erforderlich.
Um die Bilder von der Kamera auf den Rechner zu laden, empfiehlt sich der Einsatz eines externen Kartenlesers, der über USB oder FireWire angeschlossen wird. Prinzipiell ist es auch möglich, die Kamera direkt – meistens über die USB-Schnittstelle – mit dem Computer zu verbinden. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Übertragung der Bilder dann wesentlich länger dauert als mit einem guten Kartenleser.
Die Speicherung der Bilddaten erfolgt zum Teil auf der internen Festplatte des Rechners, zum Teil auf einer externen Festplatte. Die Datensicherung erfolgt auf einer externen Netzwerkplatte (NAS-System). Hierzu mehr im letzen Teil dieser Artikelserie.
Sowohl bei der externen Festplatte als auch beim Kartenleser sollte man auf Qualitätsprodukte namhafter Hersteller zurückgreifen. Billig-Kartenleser sind manchmal sehr langsam, das Auslesen einer gut gefüllten 4-GB-Speicherkarte wird damit zum entnervenden Geduldsspiel. Bei der Festplatte auf ein Produkt vom Wühltisch des Lebensmitteldiscounters zurückzugreifen, bedeutet möglicherweise ebenfalls, am falschen Fleck zu sparen: Schnell ist einem die Lust vergangen, weil die Platte sehr langsam ist oder es sind Daten sind verloren, weil die Platte scheinbar aus heiterem Himmel und ohne Fremdeinwirkung nicht mehr lesbar ist. Wenn einem so etwas einmal passiert ist, macht man zumindest an dieser Stelle keine Kompromisse mehr…
Ich selbst benutze folgende Hard- und Softwarekomponenten*:
Kartenleser Sandisk Extrememate CF Firewire und Sandisk Extrememate 3in1 USB 2.0
3. Workflow-Schritte
Der Workflow soll einfach sein, so dass man ihn sich leicht merken kann. Die einzelnen Schritte meines Workflows habe ich daher so zusammengefasst:
- Import: Dieses Thema besprechen wir im nächsten Artikel. Es geht darum, eine automatisierte und reproduzierbare Methode zu finden, mit der wir die Bilder von der Speicherkarte in den Rechner bekommen.
- Erste Sichtung: In diesem Schritt werden alle misslungenen Bilder gelöscht.
- Zweite Sichtung: Nun werden die Bilder nochmal von vorne gesichtet. Es werden dabei Schlagwörter vergeben und evtl. werden die Metadaten um Bildbezeichnung, Bildbeschreibung oder weitere Angaben ergänzt.
- Bildbearbeitung
- Export (optional)
Der Workflow besteht damit aus fünf Schritten und sieht insgesamt so aus:
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Diese fünf Schritte und deren Inhalte kann ich mir leicht merken. Dies ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass ich den Workflow immer gleich anwende und nicht zwischendurch abbreche, weil ich keine Zeit habe oder weil mir die Bearbeitung schlichtweg lästig ist.
Im nächsten Teil unserer Serie dreht sich dann alles um den ersten Workflow-Schritt: Der Import der Bilder.
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