Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow (7)
- am 4. Januar 2010
- von Thomas Zilch
- in Bildbearbeitung
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Im letzten Teil unserer Artikelserie über den Foto-Workflow geht es um das Backup.
8. Backup im Workflow
Das erste Backup erfolgt beim Import der Bilder: Die RAW-Dateien werden zusätzlich zum Import in die Lightroom-Bibliothek unverändert – so wie sie von der Speicherkarte kommen – auf eine separate Festplatte (diese heißt bei mir “BilderBackup”) kopiert. Dort liegen sie, sortiert in einzelne Importvorgänge und werden zunächst nicht mehr angerührt.
Nun erfolgen die einzelnen Workflow-Schritte, wie in den vergangenen Artikeln beschrieben. Dabei werden einige Bilder auch gelöscht. Wir haben aber die RAW-Dateien auch dieser gelöschten Bilder bereits gesichert. Sollen diese auch gelöscht werden? Das ist sicher Geschmackssache. Ich habe mich entschieden, die Originale zu gelöschten Bildern ebenfalls nicht aufzubewahren.
Nur wie findet man die korrespondierenden Dateien möglichst schnell und ohne großen manuellen Aufwand? Ich verwende auf dem Mac dazu den Automator, ein Tool, mit dem man Arbeitsabläufe aller Art automatisieren kann. Ich habe mir einen Ablauf gebaut, der folgende Schritte ausführt:
- Vergleich von zwei Verzeichnissen: Das Verzeichnis in dem die RAW-Dateien aus dem Backup des Importvorgangs liegen – nennen wir es Backup-Verzeichnis – wird mit dem Verzeichnis vergleichen, in welchem die ins DNG-Format konvertierten Dateien liegen. Dieses nennen wir Arbeitsverzeichnis. Die in beiden Verzeichnissen liegenden Dateien unterscheiden sich lediglich in der Dateiendung und falls Dateien im Arbeitsverzeichnis gelöscht wurden, befinden sich im Backupverzeichnis Dateien, die im Arbeitsverzeichnis nicht mehr vorhanden sind.
- Aus diesem Vergleich erstellt das Automator-Skript eine Dateiliste der Dateien, die sich bezogen auf den Dateinamen nur im Backupverzeichnis befeinden. Dieses sind die Dateien, die während des Workflows gelöscht wurden und die auch als Orginal nicht mehr benötigt werden. Diese Dateien werden nun vom Automator umbenannt und in ein Verzeichnis namens “gelöscht” verschoben.
Nun führe ich eine abschließende Sichtung durch, bevor ich den Inhalt des Ordners “gelöscht” endgültig lösche. Damit ist sicher gestellt, dass keine überflüssigen Originale mehr vorhanden sind.
Das Automator-Skript kann am Ende dieses Artikels heruntergeladen werden.
Nach der vollständigen Abarbeitung des Workflows wird das jeweilige Arbeitsverzeichnis ebenfalls auf der Festplatte “BilderBackup” gesichert.
Zusätzlich nutze ich noch Time Machine, das geniale Backup-Tool von Apple, um eine Komplett-Sicherung auf eine weiteren externe Festplatte vorzuhalten.
Auch die Lightroom-Datenbank wird einmal pro Woche auf der Festplatte “BilderBackup” gesichert.
Damit sind sowohl die Originale als auch die DNGs und die daraus erzeugten TIFFs und JPGs sowie die Datenbank je zweimal gesichert. Dies stellt in meinen Augen einen ausreichenden Schutz gegen Hardwareschäden oder versehentliches Löschen dar. Da ich Hobbyfotograf bin und meine Existenz nicht von meinen Fotos abhängt, verzichte ich darauf, Datenträger in Tresoren oder anderen Gebäuden zu lagern.
9. Schluß
So, das war mein Workflow….
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Auch dieser ist nicht konstant und manchmal weiche ich auch davon ab, aber er dient mir immer als Richtschnur und hilft mir, den Überblick über die ständig wachsende Anzahl an Fotos zu behalten. Zurzeit bastle ich daran, mit Hilfe des Automators den gesamten Backup-Prozess zu automatisieren. Hier ist mir bisher noch zu viel Handarbeit im Spiel…
Und je mehr man übt und die Schritte wiederholt, desto weniger Zeit kostet der Workflow. Damit bleibt mehr Zeit zum fotografieren.
Das im Punkt 8 vorgestellte Automator-Skript könnt Ihr hier herunterladen: Download Compare.workflow
Vorher ist noch die Installation einer Automator-Komponente erforderlich, die den Vergleich der Verzeichnisse besorgt. Diese ist nicht im Betriebssystem enthalten und kann kostenlos von dieser Seite heruntergeladen werden: Download Compare Folders
Nach unten scrollen, die gesuchte Komponente heißt “Compare Folders”, es gibt sie in einer englischen und in einer deutschen Version.
Bei Fragen zum Skript sendet mir einfach eine E-Mail!
Ich freue mich, falls ich mit der Artikelserie den einen oder anderen hilfreichen Tipp geben konnte. Schreibt mir Euer Feedback! Was macht Ihr anders, und warum? Vielleicht ergibt sich aus Euren Rückmeldungen Stoff für ein baldiges Update dieser Serie…
- Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow (6)
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