Scharfe Bilder
- am 13. Dezember 2008
- von Thomas Zilch
- in Fototipps
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Nein, damit sind jetzt keine anzüglichen Bilder gemeint…
Wenn man Bilder der großen Fotografen, wie Ansel Adams* oder Art Wolfe ansieht, wundert man sich manchmal über die perfekte Schärfe. Wir Amateurfotografen wundern uns, aber der Profi weiß, dass exzellente Schärfe durch angemessen hohen Aufwand durchaus planmäßig erzielt werden kann. Der Amateurfotograf scheut diesen aber oft…
Ich habe mal meine eigenen Erfahrungen aufgeschrieben, noch ein wenig recherchiert und eine Liste von Tipps zusammengestellt, wie man scharfe Bilder bekommt:
- Benutzen Sie ein Stativ. Nicht nur Nachts, sondern auch am Tag und sogar bei kurzen Brennweiten sorgt ein stabiles Stativ für schärfere Bilder.
- Benutzen Sie ein Stativ
- Benutzen Sie ein Stativ – kein Witz, dieser Tipp ist der wichtigste
- Benutzen Sie einen Fernauslöser. Was nutzt das beste Stativ, wenn die Kamera durch das Betätigen des Auslösers doch wieder bewegt wird. Als Alternative zum Fernauslöser kann auch der Selbst- oder Zeitauslöser verwendet werden, sofern das Motiv das zulässt.
- Die meisten Objektive zeigen die beste Schärfeleistung, wenn sie um eine oder zwei Stufen abgeblendet sind. Wenn Ihr Objektiv eine Lichtstärke von 2.8 besitzt, blenden Sie es auf Blende 4 oder 5.6 ab, sofern die anderen Parameter (z.B. Tiefenschärfe) es zulassen.
- Benutzen Sie die Spiegelvorauslösung, falls Ihre Kamera diese Funktion besitzt. Durch das Hochklappen des Spiegels im Zeitpunkt der Auslösung können bei langsamen Verschlußzeiten im Bereich von 1/30 – 1/2 s Schwingungen entstehen, die eine Verwacklung des Bildes bewirken. Durch die Spiegelvorauslösung klappt beim ersten Auslösen der Spiegel hoch, erst beim zweiten Betätigen des Auslösers, nachdem die Schwingungen der Spiegelbewegung abgeklungen sind, wird der Verschluß betätigt.
- Falls Ihr Objektiv einen Bildstabilisator (VR bei Nikon, IS bei Canon) besitzt, deaktivieren Sie diesen, wenn die Kamera auf ein Stativ moniert ist.
- Stellen Sie die niedrigst mögliche Empfindlichkeit (ISO-Wert) ein. Dadurch wird das Rauschen im Bild minimiert, was auch zu mehr Schärfe beiträgt.
Zugegeben, das ist viel Aufwand, “nur” um scharfe Bilder zu bekommen. Das geht schon damit los, dass man immer ein stabiles Stativ dabeihaben sollte. Und stabile Stative sind meistens schwer…
Aber es lohnt sich!
Probieren Sie es aus!
* Anmerkung: Der Vergleich mit Ansel Adams hinkt ein wenig – zugegeben. Der Altmeister und Erfinder des Zonensystems benutzte Großformatkameras. Da deren Negative in der Größe von z.B. 8 x 10″ damit bei weitem nicht so stark vergrößert werden mussten, wie es beim heutigen Kleinbild- oder APS-C-Format der Fall ist, waren die Abzüge von vorneherein schärfer. Ein Stativ benutzte Ansel Adams aber trotzdem…
- Gastartikel über Stative auf digicam-blogger.de
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