Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow (1)

In der Artikelserie “Schritt für Schritt zum eigenen Foto-Workflow” möchte ich beschreiben, wie Bilder im Rahmen eines Workflows in den Computer geladen, bearbeitet, archiviert und ausgegeben werden können. Dieser Workflow bezieht sich auf Adobe Lightroom. Er stellt nur eine von unzähligen möglichen Varianten dar und ist an meine persönlichen Bedürfnisse angepasst. Andere Fotografen mögen andere Schwerpunkte bei der Entwicklung des persönlichen Workflows setzen, vielleicht dient mein Vorschlag aber doch dem Einen oder Anderen als Diskussionsgrundlage oder als Ausgangspunkt für eigene Entwicklungen.

workflow Schritt für Schritt zum eigenen Foto Workflow (1) Thomas Zilch Fotografie

In diesem ersten Teil geht es nun darum, einige Vorüberlegungen anzustellen.

1. Vorüberlegungen

Was ist eigentlich ein Workflow? Die Wikipedia liefert hierfür eine einfache Definition:

“Ein Arbeitsablauf (englisch: workflow) ist eine vordefinierte Abfolge von Aktivitäten [...]“.

Unser Foto-Workflow ist demnach eine mehr oder weniger fest vorgegebene Folge von Arbeitsschritten, um Bilder zu importieren, zu bearbeiten und auszugeben.

Welche Aufgaben sollen im Workflow erledigt werden, welche explizit nicht? Für mich (ambitionierter Hobbyfotograf, der sein Geld nicht mit der Fotografie verdient) sind die folgenden Punkte ausschlaggebend:

  • Der Workflow muss einfach handhabbar sein, d.h. ich will in der Lage sein, ihn „auswendig“ durchzuführen.
  • Der Workflow muss das Thema Backup mit abdecken. Dazu gehört auch, dass Bilder die sich gerade „im Workflow“ befinden, ebenfalls vor Verlust geschützt sein müssen.
  • Die Originale der Bilder sollen erhalten bleiben, wie sie aus der Kamera kommen und ebenfalls archiviert werden. Es soll das Prinzip der Analogfotografie verfolgt werden, bei dem das Negativ und das daraus entwickelte Positiv getrennte Objekte darstellen.
  • Die Anforderungen an die eingesetzte Technik dürfen in Bezug auf Kosten und Komplexität nicht hoch sein, damit sie bezahlbar bleibt und im Falle eines Defektes leicht und kostengünstig ersetzt werden kann.
  • Der Workflow muss auch unterwegs ablauffähig sein.
  • Die verwendeten Dateiformate sollen standardisiert sein. Von der Verwendung herstellerspezifischer Formate soll Abstand genommen werden.
  • Der Workflow muss ein definiertes Ende haben. D.h. für jedes Bild muss feststellbar sein, ob es sich noch innerhalb oder bereits außerhalb des Workflows befindet.
  • Die Verschlagwortung soll nur für den eigenen Gebrauch tauglich sein. Ein Befolgen von durch Bildagenturen vorgegebenen Standards ist nicht erforderlich.

All diese Punkte soll der Workflow abdecken. Er tut es auch, wie Sie Ihr in diesem und in den nächsten Teilen der Artikelserie feststellen werden werdet icon smile Schritt für Schritt zum eigenen Foto Workflow (1) Thomas Zilch Fotografie

Nachdem nun die Grundlagen besprochen sind, kann es im zweiten Teil des Artikels, der in einer Woche erscheinen wird, richtig losgehen.

Die weiteren Teile werden folgende Themen behandeln:

  • Teil 2: Hardware und Software
  • Teil 3: Importieren der Bilder
  • Teil 4: Sichtung, Kategorisierung und Verschlagwortung
  • Teil 5: Basis-Bildbearbeitung
  • Teil 6: Ausgabe/Export der Bilder
  • Teil 7: Backup im Workflow und Zusammenfassung des Workflows
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