Trostlosigkeit pur: Wüstung Wollseifen
- am 20. Dezember 2011
- von Thomas Zilch
- in Fotografie
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Auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel findet sich unweit der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang die Wüstung Wollseifen. Wollseifen war einst ein ganz normales kleines Eifeldorf. Im Jahr 1946, nach Ende des Zweiten Weltkrieges, musste das Dorf auf Befehl der Besatzungstruppen binnen drei Wochen geräumt werden, da die Gegend zu einem Truppenübungsplatz “umgestaltet” werden sollte. Durch die folgenden Übungstätigkeiten wurden die alten Häuser zerstört, die Reste des Dorfes wurden dann nach und nach abgetragen.
Das belgische Militär errichtete später in Wollseifen ein Übungsdorf, um dort den Häuserkampf u.a. für die Einsätze im ehemaligen Jugoslawien trainieren zu können. Mit Auflösung des Truppenübungsplatzes und Gründung des Nationalparks Eifel im Jahr 2006 wurde auch Wollseifen wieder zugänglich gemacht.
Anfang Dezember 2012 machte ich eine kleine Rundwanderung von Vogelsang aus durch das Tal des Neffgesbaches nach Wollseifen und zurück. Das Wetter war grau, es nieselte, und zusammen mit der kahlen Natur herrschte eine richtig triste Stimmung vor. Passend zum Dorf Wollseifen und dessen Geschichte.
Die Bilder zeigen einige der Übungshäuser der Wüstung Wollseifen und wurden in Photoshop mit einem manuell erzeugten Bleach-Bypass-Effekt nachbearbeitet.
Am Waldsee
- am 5. Dezember 2011
- von Thomas Zilch
- in Fotografie
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Dieser Baum mit leuchtendem Herbstlaub steht am Wasserfall Pyrmont in der Eifel. Eine Langzeitbelichtung machte die nahezu kreisförmige Strömung des Wassers sichtbar.
Der Dreimühlenwasserfall in Nohn/Eifel
- am 1. September 2010
- von Thomas Zilch
- in Fotografie
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In der Nähe des kleinen Ortes Nohn in der Eifel findet man, gut versteckt im Wald, den Dreimühlenwasserfall. Er befindet sich direkt an der Mündung einiger Quellzuflüsse in den Ahbach. Kurz vor der Mündung fällt das Wasser einige Meter in die Tiefe. Das Wasser dieser Zuflüsse ist stark kalkhaltig. Daher haben sich im Bereich des Wasserfalls kalkliebende Moose angesiedelt.
Diese Moose werden immer wieder von Kalkablagerungen überdeckt und sterben dann ab. Sie entgehen dem totalen Absterben nur durch beschleunigtes Wachstum. Durch diesen fortwährenden Prozess entstehen pro Jahr ca. 4,5 Tonnen Kalkgestein, welches durch die eingelagerten Moose sehr porös ist. Durch diesen Zuwachs wandert der Wasserfall daher jedes Jahr ein Stückchen in Richtung des Ahbaches.
Zum Fotografieren des Wasserfalls sollte man sich einen bewölkten Tag ohne viel Sonnenschein aussuchen. Ansonsten hat man sehr mit extremen Helligkeitsunterschieden zu kämpfen.
Alle Bilder wurden mit der Nikon D300 mit verschiedenen Brennweiten, aber immer mit Cokin Graufilter ND8, Stativ, Fernauslöser und Spiegelvorauslösung aufgenommen. Durch den Einsatz des Graufilters erhielt ich relativ lange Belichtungszeiten, was zu einer schönen Verwischung des Wassers führte.
Ein Tipp, wenn nach dem Fotografieren der Magen knurrt: Wer die Eifelkrimis von Jacques Berndorf gelesen hat, kennt die Gastwirtschaft von “Markus” in Niederehe. Die Hauptfigur der Eifelkrimis, Siggi Baumeister, geht ab und zu zu Markus und läßt sich eine Forelle schmecken. Nur soviel: Markus gibt es wirklich, seine Gastwirtschaft heißt Landgasthof Schröder und befindet sich mitten in Niederehe neben der Kirche. Niederehe ist etwa 2km vom Dreimühlenwasserfall entfernt. Einen Besuch kann ich jedem, der gut essen möchte, sehr empfehlen!
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